Das Leben als Zirkusakrobat

Ein Zirkus ist wie eine kleine Stadt, die von einem Ort zum nächsten zieht, einmal beschrieben als „eine Stadt ohne Postleitzahl“. Die meisten Zirkusse versorgen sich selbst mit Strom. Große Zirkusse haben ihre eigenen Schulen, Cafés, Einkaufsläden, Wäschereien und sogar Pastoren, die die Sonntagsgottesdienste halten. Schon allein deshalb ist das Leben als Zirkusakrobat etwas ganz besonderes.

Der Begriff Zirkus wird oft mit einem Karneval verwechselt. Es handelt sich jedoch um sehr unterschiedliche Unternehmen und Kulturen. Der Ursprung des Zirkus ist ein eigenständiges Unternehmen, dass einer Einzelperson oder einem Unternehmen angehört. Ein Karneval besteht aus unabhängigen Fahrgeschäftbesitzern, die während einer Saison viele verschiedene Shows buchen können. In einem Zirkus finden Sie Zelte, Trapezkünstler, Löwen, Tiger, Elefanten und Clowns. Auf einem Jahrmarkt gibt es mechanische Fahrgeschäfte und Glücksspiele.

Dauerhaftes Umherziehen – Das Leben als Zirkusakrobat

In früheren Jahren zogen die meisten Zirkusse und auch heute noch viele Zirkusse jeden Tag um. Das sind 7 Städte pro Woche, 2 Vorstellungen pro Tag. Von der Eröffnung im Frühjahr, bis zur Schließung im Spätherbst, gibt es normalerweise keine freien Tage. Sie werden nur selten hören, dass ein Zirkusmitarbeiter krank ist, denn das alte Sprichwort “Die Show muss immer weitergehen” gilt auch für Zirkusleute.

Das Zirkusleben ist nicht einfach. Es gibt Stürme, Kälte, Hitze, Schlamm, lange Sprünge, Wracks, Verletzungen und monatelange Abwesenheit von zu Hause. Doch wenn man einem lebenslangen Schausteller die Frage stellt, warum er das macht, warum er sich nicht einen anderen Job sucht, dann wird er antworten: „Weil ich es nicht kann. Wir tun es aus Liebe zum Geschäft, zu den Traditionen, zur Kultur und aus Liebe zum Zirkus.”

Das Aufwachsen im Zirkusleben 

Es gibt kaum ein anderes Umfeld, dass so viele Lernmöglichkeiten bietet, wie der Zirkus. Stellet Euch vor, jeden Tag in einer anderen Stadt zu sein. Euer Hinterhof wechselt wöchentlich von Bergen, zu Wüsten, zu Städten oder zu Stränden. Eure Spielkameraden kommen aus verschiedenen Ländern, sprechen unterschiedliche Sprachen und stammen von verschiedenen Kulturen ab. Nirgendwo sonst findet man auf einem Geburtstag Riesenzauberer und Clowns und muss dafür nicht einmal bezahlen.

In einigen Zirkussen gibt es professionelle Lehrer, in anderen werden die Kinder von einem Elternteil oder einer bestimmten Person zu Hause unterrichtet. Der Lehrplan und die Fortschritte werden entweder von der Schulbehörde, der Heimatstadt, der Familie oder von einer zertifizierten Fernschule genau überwacht.

Das Familienleben als Zirkusakrobat

Der Familienzusammenhalt ist in einem Zirkus sehr stark. Man lebt zusammen, arbeitet zusammen und isst täglich zusammen. Man ist nie mehr als ein paar hundert Meter von seiner Familie entfernt. Die Show selbst wird zu einem Elternteil, in dem sich jeder um die Kinder kümmert.

Kinder lernen im Zirkus früh eine gute Arbeitsmoral. Jeder hat Aufgaben oder Pflichten, die täglich erledigt werden müssen. Kinder von Akrobaten imitieren gerne ihre Eltern. Daher lernen Kinder oft schon sehr früh und von selbst die Zirkusnummern. Die Spielzeit kann tatsächlich zum Training für die zukünftige Karriere von Zirkusakrobaten werden.

Wenn Ihr Euch noch mehr für alles rund ums Zirkusleben und die besten Zirkusse interessiert, schaut doch gerne auf unserem Blog vorbei.

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